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„Es ist ein Brauch von alters her, . . .“

. . . wer Sorgen hat, hat auch Likör!“ lässt Wilhelm Busch die fromme Helene sagen. Wir müssen ihm leider widersprechen. Seit einer Woche hat der Burgverein Likör, obwohl der Burgverein keine (großen) Sorgen hat. Im Gegenteil: Wir sind sehr froh und dankbar über die großzügige Förderung und freundliche Unterstützung, die wir in diesem Jahr von allen Seiten erfahren haben.

Obwohl das Museum im Turm sich noch in den Kinderschuhen befindet und sich nur erahnen lässt, wie es einmal aussehen wird, haben wir dieses Jahr schon geschätzte tausend Besucher begrüßen können. Die Turmgeister haben Ende vergangenen Monats auf dem Burggelände noch einmal mehr als 100 Besuchern einen schaurig schönen Abend bereitet. Am 4. Advents lädt der Kulturkreis Jümme zu einem  gemeinsames Singen. Wir freuen uns schon auf weihnachtliche Stimmung an der Burg.   

Der Turm befindet sich jetzt in der Winterruhe. Hinter den Kulissen laufen die Planungen für den  Ausbau des Museums. Wir möchten den ersten Teil des Museumsturms, der „Up visit bi Gerdes“ heißt, möglichst bald abschließen. Die Besucher können dann einen Blick ins Alltagsleben der Familie Gerdes werfen, die von 1819 an im Burgturm gelebt haben. Dabei stützen wir uns auf die Lebenserinnerungen von Auguste Gerdes, die als jüngstes von insgesamt 13 Kindern ihre Kindheit und Jugend im Turm verbracht hat. 

Unser Likör ist eine Referenz an Auguste, die uns mit ihren liebevollen Kindheitserinnerungen und detaillierten Schilderungen über das Leben im Turm inspiriert hat. Der Likör passt in die Jahreszeit, er schmeckt  gut und er tut gut – der Verkauf hilft uns nämlich, den Turm und damit Augustes Elternhaus auszugestalten. Den Likör gibt es bei der Tourist-Information in Stickhausen.

Familienführung mit den Turmgeistern

Am kommenden Sonntag, 31. Oktober 2021, laden die Turmgeister des Burgvereins Stickhausen um 17:30 Uhr zu einer mystisch-gruseligen Familien-Kinderführung ein.

Die Turmgeister führen im Dämmerlicht über das Burggelände und erzählen spannende Geschichten rund um den Turm.

3500 Euro für den Weg zum Turm

Vertreter von 15 Vereinen und Organisationen waren zur Spendenübergabe an der Burgturm gekommen.

Vor genau einem Monat wurde der Abschluss der denkmalgerechten Sanierung des Burgturms  gefeiert. 15 Vereine und Organisationen aus der Samtgemeinde Jümme hatten die vielen Besucher auf dem Burggelände an diesem Sonntag bewirtet und unterhalten. Am Dienstag, 5. Oktober, wurde der Reinertrag an den Burgverein gespendet.

Dieses große ehrenamtliche Engagement sei ein Beleg dafür, dass die Burg Stickhausen in sehr kurzer Zeit zum Wahrzeichen von Jümme geworden sei, sagte Bürgermeister Johann Bohlsen bei der Scheckübergabe. Die Vereine aus Jümme hatten beschlossen, auf die Einnahmen zu verzichten und die Überschüsse aus der Bewirtung dem Burgverein zu spenden.

Die Spende in Höhe von 3500 Euro ist zweckgebunden. Mit dem Geld soll der Weg zum Burgturm erneuert werden, der bislang unbefestigt ist. Der Weg soll, unter fachmännischer Anleitung, nach und nach in Eigenleistung durch Mitglieder des Burgvereins angelegt werden. 

An der Aktion teilgenommen haben:

Kirchengemeinden Detern, Filsum und Nortmoor,

Landfrauenverein Leda-Jümme,
TuS Detern,

Bürgerverein Filsum,

Heimatbühne Jümme,

Förderverein Grundschule Detern,

Förderverein Grundschule Filsum, 

Feuerwehren Amdorf-Neuburg und Detern-Stickhausen-Velde,

Verein für Deutscher Schäferhunde, Ortsgruppe Altes Amt Stickhausen,

Jagdhornbläser „Altes Amt Stickhausen“,

Linedancegruppe „Hats and Boots Ostfriesland“,

Gute-Laune-Chor „Sing mit!“,

Folkband „Archetypen“. 

Außerdem haben örtliche Betriebe im Garten- und Landschaftsbau sowie im Elektrobereich auf die Abrechnungen ihrer Leistungen verzichtet.

Erster Einblick in den Museumsturm

Am 4. und 5. September 2021 wurde der Burgturm erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Sanierungsarbeiten am Turm, die rund ein Jahr gedauert und etwa 300.000 Euro gekostet haben, sind jetzt offiziell abgeschlossen. An diesem Wochenende wurde rund um den Turm gefeiert. Der Burgverein hat mittlerweile damit begonnen, den ersten ersten Abschnitt des zukünftigen Museumsturms umzusetzen. Hier wird die Wohnung der Familie Gerdes dargestellt, die in der erster Hälfte des 19. Jahrhunderts im Turm gelebt hat.

Fotos: Gertrud von Heymann