Bettzeug, Schrubber und eine Kanone

Die Betten sind gemacht. Ingrid Aljets, Johanne Bruns, Marianne Groß und Ellen Krajnski haben vergangene Woche Bett- und Kissenbezüge aus altem Leinen genäht, das Ingrid Aljets gespendet hat. Die Butzen im Burgturm, in denen die Familie Gerdes im 19. Jahrhundert geschlafen hat, sind damit so gut wie komplett, denn das Untergestell haben die Burgarbeiter schon fertiggestellt. Das Stroh ist auch schon zugesagt. 

Für die Burgarbeiter stand am Sonnabend ein Militärtransport an: Das Rohr einer Kanone aus napoleonischer Zeit musste aus dem Gestrüpp geborgen werden. 

Mindestens ebenso schweißtreibend ist das Schrubben: Der Fußboden soll vom Staub der letzten hundert Jahre befreit werden. Dreimal muss mit Schrubber und Feudel gearbeitet werden.

Hinter dem Burgturm entsteht derweil ein Kräutergarten. Hier werden einmal Heilkräuter wachsen, die für die Bewohner der Burg die einzige Form der Medizin bedeuteten. Die Beete sind gemacht.