Die Vorarbeiten fürs Museum haben begonnen

Mit einer großen Ausräumaktion hat der Burgverein am 1. August begonnen, die Grundlagen für das neue Burgmuseum zu legen. Bevor die eigentliche Einrichtung des Museums im Turm beginnen kann, müssen die Innenwände, die seit Jahrzehnten nicht mehr gestrichen worden sind, einen Schutzanstrich erhalten. Die Ausräumaktion war gleichzeitig die erste Gelegenheit für den Burgverein, zumindest einen Teil des derzeitigen Bestands zu begutachten und zu inventarisieren.

Mehr als 30 Vereinsmitglieder waren an diesem Sonnabend gekommen, um die ungezählten Teekannen, Stövchen, Töpfe, Pfannen, Waffeleisen, Tassen, Teller, Löffel, Bügeleisen, Waagen und Nachttöpfe aus dem Erdgeschoss des Turms zu holen. Diese  Sammlung wurde in den 50er, 60er und 70er Jahren vom damaligen „Freundeskreis der Burg Stickhausen“ zusammengetragen und in den Turm gebracht hatte. Am Fuße des Turms wurde alles sorgfältig registriert und gekennzeichnet, bevor es ins vorläufige Depot gebracht werden konnte.

Gleichzeitig kümmerten sich andere Vereinsmitglieder um den ehemaligen Kiosk. Das Holzgebäude am Eingang zum Burggelände wurde entrümpelt und kräftig abgebürstet. Als nächstes bekommt es einen neuen Anstrich in der gleichen Farbe wie die Galerie des Turms.

Unter der Leitung von Lena Schönborn, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte der Uni Oldenburg und Vorstandsmitglied des Burgvereins, wird ein Arbeitskreis des Burgvereins ein Museumskonzept für den Turm entwickeln.  Unterstützung erhalten sie von Alia van den Berg, Studentin an der Uni Oldenburg, die im Rahmen eines Praktikums in den kommenden drei Monaten alle geborgenen Exponate sichten und klassifizieren wird. 

Der Burgverein hat sich zum Ziel gesetzt, Ostern 2021 den Turm wieder zu eröffnen und im ersten Schritt das Erdgeschoss als fertige Abteilung zu präsentieren. Hier lebte im 19. Jahrhundert der Amtsdiener Johann Andreas Gerdes mit seiner vielköpfigen Familie auf engstem Raum. Mit der Ausstellung sollen die Besucher eine Vorstellung über die Lebensumstände der Familie Gerdes erhalten.

Alia van den Berg, Studentin an der Uni Oldenburg, sichtet und registriert alle Objekte, bevor sie ins Depot gebracht werden.
Verdiente Teepause für freiwilligen Helfer.
Endspurt bei der Turmrestaurierung: Die Fenster, aufgearbeitet und neu gestrichen, werden von der Fachfirma eingesetzt.

Spenden für den Burgverein

12. November 2019 – Der „Verein zur Förderung und Erhaltung der Burg Stickhausen“ hat am vergangenen Sonnabend zwei großzügige Spenden vom Verein „Unser Dorf hat Zukunft“ und vom Arbeitskreis für Familiengeschichte und Heimatforschung erhalten.

„Wir sind froh, dass es bei der Burg endlich losgeht und haben deshalb beschlossen, dem Burgverein 1000 Euro als Starthilfe zu spenden,“sagte Gertrud von Heimann, Vorsitzende Vereins „Unser Dorf hat Zukunft“. Das Geld war ursprünglich für die eigene Jubiläumsfeier gedacht. Der Arbeitskreis, der unter anderem den Adventsmarkt in Detern veranstaltet, begeht in diesem Jahr sein 30jähriges Bestehen.

Die zweite Spende in Höhe von 960 Euro stammt vom Arbeitskreis für Familiengeschichte und Heimatforschung „Altes Amt Stickhausen“, der unter anderem Informationstafeln an 23 historischen Orten in Detern aufgestellt und Straßenschilder mit Namenserklärungen versehen hat. Aus Altersgründen wird der Arbeitskreis nicht weitergeführt. Die Initiatoren beschlossen, die nicht mehr benötigten Mittel dem Burgverein zu spenden. „Das Geld stammt aus Spenden von Firmen, Banken und Privatpersonen“, sagte Klaus Barth, der neben Remko van Dieken und Gerhard Bürjes den Arbeitskreis 2002 ins Leben gerufen hatte. „Wir sind überzeugt, dass wir mit unserer Spende im Sinne unserer Unterstützer handeln.“