Ausstellung zur Schlacht bei Detern
Am 27. September jährt sich die Schlacht bei Detern zum 600sten Mal.
Aus diesem Anlass gibt es im Turm der Burg Stickhausen eine Ausstellung mit 15 Werken von Helmut Feldmann. Der gebürtige Deternerleher, der heute in Oldenburg lebt, hat in den Jahren 2020 und 2021 über mehrere Monate zu verschiedenen Jahres- und Tageszeiten am Ort der Schlacht Skizzen und Aquarelle angefertigt, die von ihm anschließend in seiner Werkstatt malerisch umgesetzt wurden.
Zwischen Detern und Holtgast trafen die beiden Heere aufeinander: Auf der einen Seite 600 Reiter und 400 Schützen unter dem ostfriesischen Häuptling Okko II tom Brok aus dem Norderland, unterstützt vom Grafen Dietrich von Oldenburg, dem Erzbischof Nikolaus von Bremen, den Grafen von Hoja und weiteren Adeligen. Auf der anderen Seite 50 Mann unter Fokko Ukena aus Neermoor. Das tom Broksche Heer griff die östlich von Detern gelegen Schlüsselburg an, musst sich dann aber wegen Nachschubprobleme zurückziehen. Wegen des schlechten Wetters stand den Soldaten nur ein schmaler Weg entlang des Aper Tiefs zur Verfügung. Diese Gelegenheit nutzte Fokko Ukena. Er ließ das tom Broksche Heer von hinten angreifen. Etliche Adelige wurden erschlagen, ein großer Teil des Heeres ertrank in den Niederungen rechts und links des Heerwegs.
Der Freude über den Sieg währte nicht lange. Ein Jahr später trafen tom Brok und Ukena wieder aufeinander: In der „Schlacht auf den Wilden Äckern“ bei Upgant-Schott wurde tom Brok’s Heer erneut geschlagen. Ukena wurde für kurze Zeit der mächtigste Mann in Ostfriesland. Doch schon bald wurde er von einer anderen Häuptlingsfamilie verdrängt: Den Cirksenas.
Zum Künstler: Helmut Feldmann studierte Grafik und Malerei an der Kunstakademie Minerva in Groningen. Seine Werke finden sich in verschiedenen privaten und institutionellen Sammlungen. Die Stadt Verden zeichnete ihn 2024 für sein Werk „Cloud I“ mit dem Hauptpreis des ersten Verdener Kunstpreises aus.