Die Feste Stickhausen entstand im 15. Jahrhundert. Von den Hamburgern zum Schutz ihrer wirtschaftlichen Interessen gegründet, stand sie ständig im Mittelpunkt der Grenzkriege zwischen Ostfriesland und Oldenburg und erlebte immer wieder wechselnde Besatzungen. Als Ostfriesland 1744 an Preußen fiel, verlor sie ihre Bedeutung und wurde geschleift. Bis ins später 19. Jahrhundert diente sie als Sitz der Verwaltung des Alten Amts Stickhausen. Nach dessen Auflösung wurde sie 1898 in private Hand verkauft.

Der Burgturm war bis 1985 für knappe zwanzig Jahre  öffentlich zugänglich. Betreut wurde der Turm vom  „Freundeskreis der Burg Stickhausen“, einem Zusammenschluss von Bürgern aus Stickhausen, die im Turm ein Museum eingerichtet hatten. Die Ausstellungsstücke wurden aus privaten Mitteln  angeschafft oder waren Leihgaben von Privatleuten.  Das damalige Museum war weit über Jümme hinaus bekannt und zog viele Besucher, besonders Schulklassen, an.

 

Die Skizze stammt aus der Broschüre "Im Spiegel der Jahrhunderte - Abriss über die geschichtliche Vergangenheit des historischen Grenzortes Detern"