Die erste befestigte Platz in  Stickhausen entstand in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts und wurde von der Hanse zum Schutz der Handelswegs über die Jümme gegründet. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts übernahmen die Circenas, Häuptlingsfamilie aus Greetsiel und später Grafen von Ostfriesland, die Burg. 1498 ließ Gar Eduard I. den heute noch erhaltenen Rundturm bauen. Die Burg Stickhausen stand in folgenden Jahrzehnten ständig im Mittelpunkt der Grenzkriege zwischen Ostfriesland und Oldenburg. Sie wurde immer wieder um- und ausgebaut und erlebte mehrfach Eroberungen. Als Ostfriesland 1744 im Erbgang an Preußen fiel, verlor sie ihre Bedeutung und wurde 1744 geschleift. Übrig blieben  nur der Turm und ein Teil des Torhauses. Bis ins später 19. Jahrhundert diente das Torhaus mit seinen Anbauten, die aus den 1820er Jahren stammen, als Sitz der Verwaltung des Alten Amts Stickhausen und des Amtsgerichts. 1885 wurden Verwaltung und Gericht nach Leer verlegt, die Burg wurde  1898 in private Hand verkauft.

Die Skizze stammt aus der Broschüre "Im Spiegel der Jahrhunderte - Abriss über die geschichtliche Vergangenheit des historischen Grenzortes Detern"